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DEUTSCH | francais

pli -Seminar

Der Stoff der Psychoanalyse # 12

 30. April 2016 / 15h00h – 19h00h

Berlin / Praxis Dr. Marcus Coelen / Stephanstraße 1/ 10559 Berlin

Loose Ends

Diese letzte Sitzung unseres Seminarzyklus über den Stoff der Psychoanalyse möchten wir zum einen der Fortsetzung der Lektüre von Lacans « Joyce le symptome » (1975) widmen. Zum anderen werden wir uns mit einer Sitzung aus dem Seminar R.S.I. beschäftigen, welches zeitlich in das Umfeld des Joyce-Aufsatzes fällt.

Während letzterer auf die Formulierung einer „Jouissance opaque d'exclure le sens“ („Undurchsichtiger Genuss im Ausschließen des Sinns“) zuläuft, ist die vierte Sitzung (vom 21. Januar) des R.S.I. einem Beschreibungsversuch des „Stoffes“ („étoffe“) gewidmet, der aus nichts anderem besteht, als dem, was sich von einander ausschließt, zueinander „ek-sistiert“.

Während Joyce dem Traum vom Bestehen einer Literatur die Luft genommen hätte, würde jener Stoff einen Faden zeigen, der nicht „Spracheffekt“ („effet de langage“) wäre. Beide also – die Literatur mit Joyce, die Analyse mit Lacan – laufen, so lässt sich eine Behauptung ablesen, in eine Praxis und ein Geschehen aus, denen in gewisser Hinsicht die Worte fehlen, der Sinn abgeht.

Eine solche Behauptung wird oft mit dem „späten Lacan“ in Verbindung gebracht. Wir würden diesen Faden gerne aufnehmen. Vielleicht löst er sich selbst am Ende noch anders.

***

Eine pdf-Kopie des Textes „Joyce le symptome“ sowie des vierten Kapitels aus R.S.I. im französischen Original geht auf Anfrage zu. Wie immer werden wir in der Sitzung mit Stehgreifübertragungen und verschiedenen Übersetzungen arbeiten: zu R.S.I. sei auf diejenige von Max Kleiner verwiesen, die über das Lacan-Archiv in Bregenz bezogen werden kann; eine von Rolf Nemitz angefertigte Übertragung von „Joyce le sypmtome“ wird auf der Seite www.lacan-entziffern.de zur Verfügung gestellt.

Unkostenbeitrag 10 / Anmeldung per mail mc@pli-selon-pli.net oder tm@pli-selon-pli.net.

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_der_analyse_12.pdf

 

pli-Seminar

Der Stoff der Psychoanalyse # 11

24. Januar 2016 / 12h00 – 15h00 h
München / Seidl-Villa / Erkerzimmer (1.OG)/ Nikolaiplatz 1/ 80802 München

James Joyce, mit Beteilung von Jacques Lacan und Samuel Beckett:
Von Schemeln zum Geschriebenen

Diese Sitzung des Seminars vom Stoff der Psychoanalyse möchte einerseits der Lektüre des Aufsatzes « Joyce, le symptome » gewidmet sein.

Andererseits geht es um die vorsichtige Frage, wie die Trittleiter aus Buchstaben, die Lacan mit Material aus Finnegans ́s Wake gebastelt hat, weitere Lektüren Joycens erlauben.

Wiederum andererseits um die Teilnahme Becketts an den Entwürfen, das „Gewebe“, den „Stoff“ der Psychoanalyse weiter zu bestimmen.

***

Eine pdf-Kopie des Textes « Joyce, le symptome » im französichen Original und einer anfänglichen Übersetzung von Britta Günther und Tobias Mulot wird auf Wunsch zugesandt.

Unkostenbeitrag 10 € / Anmeldung: mc@pli-selon-pli.net; ubm@pli- selon-pli.net

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_der_analyse_11.pdf

 

pli-Seminar

Der Stoff der Psychoanalyse # 9

24. Oktober 2015 / 15h00 – 18h00 h
Berlin / Psychoanalytische Praxis Marcus Coelen / Stephanstraße 1 (Mitte-Moabit)

Unkostenbeitrag 10 / Anmeldung: mc@pli-selon-pli.net

Marcus Coelen
gemeinsam mit Britta Günther, Tobias Mulot, Ulrike Bondzio-Müller, Dragica Stojkovic

Poesie und Philosophie – unter diese sehr klassischen Begriffen wird die Menge all dessen, was Psychoanalyse genannt wird, in Jacques Lacans spätem Seminar Die Zeit des Schließens (1977-78) gesetzt; als Drittes fügt sich Topologie hinzu, doch ist diese nicht weniger „klassisch“, muss man sie doch als wenngleich modernen Vertreter des Mathematischen verstehen.

Man hat also Grund, in Erstaunen zu geraten: ‘Dichten’, ‘Denken’, ‘Rechnen’ – oder Poesie, Philosophie, Mathematik – sollen nun ‘Psychoanalyse’ bestimmen, und sie scheinen die ihr eigenen Bildungen – wie Reales, Symbolisches, Imaginäres; oder Unbewusstes, Trieb, Übertragung – so an den Rand zu drängen, als ob die „Pest“ Freuds im fast-ewigen Gewebe der Traditionen wieder schadlos absorbiert wäre.

Es sei denn, dieses „Gewebe“, dieser „Stoff“ selbst, ohne es denken zu können, ohne es zu schreiben sowie unberechenbar, hätte seine „Natur“ geändert, und zwar auf eine Weise, die selbst für die Psychoanalyse noch zu bestimmen bliebe. Es scheint, dass das Seminar 25 von diesem Gedanken bestimmt war, und deshalb gibt es dem Stoff in seiner mannigfaltigen Wörtlichkeit – tissu, tissage, étoffe, matière etc. – einen weiten Raum.

In dieser Sitzung des Seminars Der Stoff der Psychoanalyse möchten wir weiterhin diesen Gedanken verfolgen, der sich vor allem im Seminar 25 profiliert. Im Mittelpunkt wird jedoch diesmal die Lektüre und der Kommentar des Aufsatzes « Joyce, le symptome » stehen. (Eine pdf-Kopie des Textes im französischen Original und einer englischen Übersetzung wird auf Wunsch zugesandt.)

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_der_analyse_9.pdf


pli / psychoanalyse nach lacan / münchen

Der Stoff der Psychoanalyse # 7 / Zum Trieb

18. April 2015 / 15.00 – 18.00Uhr

Seidl-Vila / Erkerzimmer (1.OG) / Nikolaiplatz 1 / 80802 München

Unkostenbeitrag 10 Euro / Anmeldung: ubm@pli-selon-pli.net / 089-45867375

Ulrike Bondzio-Müller mit

Dragica Stojkovic, Marcus Coelen, Britta Günther, Tobias Mulot, Felix Ensslin

>> Ausführlichen Text runterladen:Stoff_#7.pdf

 

pli-Seminar
Der Stoff der Psychoanalyse # 6

24. Januar 2015 / 15.00 – 18.00 Uhr
Berlin / Psychoanalytische Praxis Marcus Coelen / Stephanstr. 1 (Moabit)

Unkostenbeitrag 10 € / Anmeldung: mc@pli-selon-pli.net

Marcus Coelen, Britta Günther, Tobias Mulot gemeinsam mit Ulrike Bondzio-Müller und Felix Ensslin

Wie ist es Freud gelungen, in seiner Poesie, oder mit ihr / durch sie, eine Kunst der Analyse zu entwickeln?

Lacan wirft diese Frage in der dritten Sitzung von Seminar 25 Die Zeit des Schließens auf.

Freuds Lehre, so eine der Antworten Lacans, nimmt den Stoff der Metapher ernst: als Stoff, der Denken ausmacht.

Metapher, das ist das, was im Denken Materialität macht, also Ausdehnung und Körper – aber einen phantasmatischen. Und die phantasmatischen Körper, so Lacan, die können rapport sexuel.

Dazu möchten wir am 24. Januar 2015 arbeiten, die entsprechenden Textstellen aus Seminar 25 liegen dann in deutscher Übersetzung vor.

>> Ausführlichen Text runterladen:Stoff#6.pdf

Langages de la psychanalyse / Languages of Psychoanalysis / Sprachen der Psychoanalyse

Workshop and International Conference / München / 3. - 6. Dezember 2014

Wie wirkt wie sich die jeweilige Auffassung des Unbewussten auf die Sprache der Schulen und ihrer institutionellen Einrichtungen aus? Aber auch: wie wirkt sich die Sprache der jeweiligen Schule auf die Auffassung des Unbewussten aus? Wenn Freud über die "eigene Bildersprache der Tiefenpsychologie" sagt, dass ohne sie unbewusste Vorgänge überhaupt nicht beschrieben, ja noch nicht einmal wahrgenommen werden könnten (Jenseits des Lustprinzips), so verweist das auf eine Praxis, die von ihrer Theoretisierung ebenso abhängig ist, wie umgekehrt die Bildung metapsychologischer Begriffe stets nur als die Formalisierung einer je eigenen und nur begrenzt verallgemeinerbaren psychoanalytischen Praxis und Erfahrung begriffen werden kann. Die 'Unübertragbarkeit' dieser Praxis ist aber paradoxerweise gerade dadurch bedingt, dass Analysanten und Analytiker in ihr durch ein irreduzibles Übertragungsgeschehen gebunden sind. Nimmt man dieses besondere Verhältnis von Theorie und Praxis in der Psychoanalyse ernst, so scheint daraus zu folgen, dass es für sie weder eine Metatheorie noch eine Metasprache und somit auch kein vereinheitlichendes Paradigma geben kann, wie es für die Naturwissenschaften (zumindest) postuliert und gefordert wurde. Konstitutiv für psychoanalytische Theorie und Praxis scheint vielmehr eine irreduzible Vielsprachigkeit zu sein, und damit einhergehend eine ebenso unausweichliche wie unabschließbare Auseinandersetzung über ihre Grundlagen und ihre Eigenständigkeit. Ist die Frage nach der "endlichen" oder "unendlichen" Analyse nicht zugleich auch die Frage nach der 'Endlichkeit' oder 'Unendlichkeit' ihrer Theorie?

Mi, 3.12.2014: workshop zu Lacan, L'étourdit
Do - Sa, 4.-6.12.2014: Tagung

Information: http://www.ndl5.germanistik.uni-muenchen.de/aktuelles/sprachenpsychoanalyse/index.html
Kontakt: lang.psa.munich@gmail.com

Konzeption der Tagung: Marcus Coelen / Johannes Fehr (†) /Susanne Lüdemann / Mai Wegener
Organisation: Institute für Neuere Deutsche Literatur und Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der LMU München / DFG-Forschungsprojekt „Philologie und Psychoanalyse“ / International Society for Psychoanalysis and Philosophie SIPP-ISPP / Psychoanalytischer Salon Berlin

Tagungsort: Seidlvilla / Nikolaiplatz 1 / 80802 München

>> Ausführlichen Text runterladen:FaltblattAnsichtA4.pdf

 

pli-Seminar
Der Stoff der Psychoanalyse # 5
 

16. November 2014  /  15h00 – 18h00 h
Berlin / Psychoanalytische Praxis Marcus Coelen / Stephanstr. 1 (Mitte-Moabit)
 
Unkostenbeitrag 10 €  /  Anmeldung: mc@pli-selon-pli.net

 
Marcus Coelen, Britta Günther, Tobias Mulot
gemeinsam mit Ulrike Bondzio-Müller

 
Poesie und Philosophie – unter diese sehr klassischen Begriffen wird die Menge all dessen, was Psychoanalyse genannt wird, in Jacques Lacans spätem Seminar Die Zeit des Schließens (1977-78) gesetzt; als Drittes fügt sich Topologie hinzu, doch ist diese nicht weniger „klassisch“, muss man sie doch als wenngleich modernen Vertreter des Mathematischen verstehen.
 
Man hat also Grund, in Erstaunen zu geraten: ‘Dichten’, ‘Denken’, ‘Rechnen’ – oder Poesie, Philosophie, Mathematik – sollen nun ‘Psychoanalyse’ bestimmen, und sie scheinen die ihr eigenen Bildungen – wie Reales, Symbolisches, Imaginäres; oder Unbewusstes, Trieb, Übertragung – so an den Rand zu drängen, als ob die „Pest“ Freuds im fast-ewigen Gewebe der Traditionen wieder schadlos absorbiert wäre.
 
Es sei denn, dieses „Gewebe“, dieser „Stoff“ selbst, ohne es denken zu können, ohne es zu schreiben sowie unberechenbar, hätte seine „Natur“ geändert, und zwar auf eine Weise, die selbst für die Psychoanalyse noch zu bestimmen bliebe. Es scheint, dass das Seminar 25 von diesem Gedanken bestimmt war, und deshalb gibt es dem Stoff in seiner mannigfaltigen Wörtlichkeit – tissu, tissage, étoffe, matière etc. – einen weiten Raum.
 
Im Seminar Der Stoff der Psychoanalyse möchten wir diesen Gedanken weiterverfolgen. Die nächste Berliner Sitzung wird sich u.a. der Lektüre und dem Kommentar der ersten Sitzung des Seminars 25 widmen. Wir haben eine deutsche Version in Arbeit und werden die entsprechenden Abschnitte daraus beim Treffen am 16. November zu Verfügung stellen.

Stoff  #  6  ist geplant für den 24. Januar 2015 /  15h00 – 18h00  /  Berlin

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_der_analyse_5.pdf

 

pli-Seminar Der Stoff der Psychoanalyse # 4

6. Juli 2014  /  14 – 18 h

Stuttgart / Staatliche Akademie der Bildenden Künste / Am Weißenhof 1 / Senatssaal im Neubau II

Unkostenbeitrag 10 €  /  Anmeldung: mc@pli-selon-pli.net

Marcus Coelen, Britta Günther, Tobias Mulot

gemeinsam mit Ulrike Bondzio-Müller, Felix Ensslin und Ülkü Süngün

Gewebe wirkt Strukturen: Aufgespannt zwischen den Polen der Bewegung, des wimmeln­den Hin und Hers eines Webens, Flechtens, Knüpfens einerseits und, andererseits, des Halts, der Bindung von Fadenverkreuzung oder -verschlingung, die nicht ohne Schnitt zu lösen ist.

Lacans Formulierung für die Regel des Sprechens, die jeder analytischen Kur zu Grunde liegt – sagen, egal was – verknüpft, was gesagt wird, mit einem n’importe quoi – und lenkt, wie die Frage nach Gewebemustern oder der Äquivalenz von Knoten, die Aufmerk­samkeit auf das Wie der Fadenkreuzungen, der rhythmischen Abfolge der Fäden; darauf, wie sie gebunden sind. Was dergestalt im Stoff einer Analyse als Rapport erscheint, zeigt das Hören in der Kur notwendigerweise von einem taktilen Sehen infiltriert.

Die Zeit des Schließens, Lacans Seminar 25, ist Experimentierfeld einer Praxis eines solchen Sehen/Machens; Möbiusbänder, Knoten und Tori ihr Stoff; die Frage der Verhält­nisses zur Psychoanalyse ihr Triebmittel; und eine Stelle in Freuds Schlussbetrachtung in den Studien über Hysterie mit dem Entwurf eines dreifach geschichteten hysterischen Symptoms könnte ihr ein unvorstellbares Knäuelpendant sein.

Die Stuttgarter Sitzung wird sich der Frage von Geweben, deren Stoffverschlingungen und möglichen Schnitten, von verschiedenen Materialien aus nähern. Ein Stück aus Semi­nar 25 wird in deutscher Übersetzung vorliegen. Weitere Bezugspunkte werden u.a. sein:  von Freud die oben genannte Hysterie-Stelle sowie »Trauer und Melancholie« und von Philippe Sollers Freuds Hand.

Weitere Sitzungen zum Stoff der Psychoanalyse sind für Herbst / Winter in Planung.

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_4.pdf

 

pli - Seminar Der Stoff der Psychoanalyse # 3

9. Juni 2014  /  14.30 - 17 h

Berlin / Psychoanalytische Praxis Marcus Coelen / Stephanstr. 1 (Moabit)

Unkostenbeitrag 10 € / Anmeldung:

mc(_AT_)pli-selon-pli.net
 

Marcus Coelen, Britta Günther, Tobias Mulot

gemeinsam mit Ulrike Bondzio-Müller

Stoff wechselt in der Anschauung: Zwischen den Polen des Gewebes, der maschigen Organisation eines Haltens durch Schlinge, Schlaufe oder Flechte einerseits und, andererseits, der kompakten Dichte einer massigen Ausdehnung, die nebst dem Widerstand, den sie bietet, auch die Einsicht in ihren Aufbau verweigert. Was solche Hemmung in der Vorstellung aufhäuft, fasert am anderen Ende als eine Idee von Textur aus. Dazwischen wird Stoff gegeben und absorbiert; zersetzt er sich und setzt dabei anderes frei.

Diese stoffliche Phantasmagorie erlaubt dem Trieb, das Denken der psychoanalytischen Klinik mit dem doppelten Schicksal von stumpfem Widerstand und scharfer Auflösung zu konfrontieren: Wortgesetztes zergeht oder klumpt neu zusammen; Bildhaftes legt ein anderes Futter frei als die Logik eines verschobenen Widerscheins; fest Geknotetes öffnet sich auf bloße Kordeln.

Das späte Seminar 25 von Lacan – Die Zeit des Schließens erlaubt diese Arbeit am Stoff der Psychoanalyse aufzunehmen. Sie führt u.a. zu Stücken der von Lacan wiederholt eingeforderten anderen transzendentalen Ästhetik, die Form vom Knoten und Subjekt vom Fetzen her zu schreiben erlaubt.

Die Berliner Sitzung wird u.a. der Lektüre und dem Kommentar der ersten und letzten Sitzung von Seminar 25 gewidmet sein. Wir haben eine deutsche Version in Arbeit und werden die entsprechenden Abschnitte daraus im Seminar zu Verfügung stellen.

Stoff  #  4  /  6. Juli  /  14 – 18 h  /  Stuttgart  //

weitere Termine ab Herbst

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_3.pdf

 

pli-Seminar Der Stoff der Psychoanalyse # 2

11. Mai 2014 / 15 - 17 Uhr / Unkostenbeitrag 10 Euro
Wien / Psychoanalytische Praxis Georg Gröller / Lange Gasse 72/9

»Das Verhältnis von Imaginärem, Symbolischem und Realen: das ist eine Sache, die auf sehr wesentliche Weise an der Psychoanalyse hängt. Ich habe mich auch nicht umsonst dorthin vorgewagt, und sei es auch nur dadurch, dass der Vorrang des Gewebes, d.h. dessen, was ich bei Gelegenheit einmal: die Sachen genannt habe, dass der Vorrang des Gewebes im Wesentlichen das ist, was durch die Erschließung dessen, was es mit dem Stoff einer Psychoanalyse auf sich hat, zur Notwendigkeit wird.« ---

--- sagt Lacan am Ende von Seminar 25, Le moment de conclure.

Das Gewebe, der Stoff wird buchstäblich von zwei Seiten unter Spannung gesetzt. »Was ich bei Gelegenheit einmal: die Sachen genannt habe« – die Gelegenheit, von der Lacan hier spricht, ist die der Ethik, des gleichnamigen Seminars VII, in dem Lacan das symbolische Gewebe der Sachvorstellungen, der Signifikanten, herausarbeitet. Dem gegenüber, diesen Stoff kreuzend und versetzend, arbeitet Lacan in seinem späten Seminar 25 an der Verzwirbelung von Realem und Imaginärem – einem Imaginären, das Lacan, wenn nicht jenseits des Spiegelstadiums, so doch von ihm abgeschält, noch einmal neu zu fassen sucht.

Marcus Coelen, Britta Günther, Tobias Mulot

Anmeldung: tm@pli-selon-pli.net

Stoff # 3 / 9. Juni / 14 –17 h / Berlin       

Stoff # 4 / 6. Juli / 14 –18 h / Stuttgart

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_2.pdf

 

# pli-Seminar Der Stoff der Psychoanalyse

Marcus Coelen, Britta Günther, Tobias Mulot

Stoff # 1 in München

29. März 2014 / 15 - 19 Uhr

München / Psychoanalytische Praxis Marcus Coelen / Jutastraße 3

gemeinsam mit Ulrike Bondzio-Müller und Felix Ensslin

Kosten: 10 €

Es zieht sich, reißt, widersteht, verdeckt, raut auf, es wird gedrückt und verbrennt zu Asche – oder flicht endlose Reihen wie diese, von Wörtern, Bildern, Metaphern, auch Sprachfetzen und Schreibresten: Nichts an der Psychoanalyse, was nicht ihr Stoff sein könnte, und doch scheint sie all das gerade da nicht zu sein, wo sie das Reale eines Leidens oder einer Lust herauskristallisieren will. Auch jenes Kristallene funkelt noch stofflich: Intarsie im Gewebe und ganz durchzogen vom Widerschein der Geflechte, die es umgeben. So ist alles an der Psychoanalyse ihr Stoff, zugleich ist sie nichts davon und wieder ist ihr Nichts-davon dies Stoffliche an ihr.

Jacques Lacans spätes Seminar 25 – Der Moment des Schließens –, mit dem er ein Stück Abschied nimmt von seiner Lehre, öffnet sich auf eine Reflexion über Stoff, Gewebe und Sachen, die wir am ersten Seminartermin zum Stoff der Psychoanalyse am 29. März in München als Anfangsstück einer gemeinsamer Arbeit ausbreiten möchten. Zum Stoff des Abschieds möchten wir zudem Fragen zu Freuds Trauer und Melancholie aufnehmen.

Kontakt und Anmeldungen: Marcus Coelen, mc@pli-selon-pli.net

Auszüge aus Lacans Seminar 25 werden im Seminar zur Verfügung gestellt.

Weitere Termine:

Stoff # 2 / 11. Mai / 15 – 17 h / Wien

Stoff # 3 / 9. Juni / 14 – 17 h / Berlin

Stoff # 4 / 6. Juli / 14 – 18 h / Stuttgart

>> Ausführlichen Text runterladen:pli_stoff_1.pdf

 

Vortrag und Seminar

Il n'y a pas de rapport sexuel – Schicksale eines Lacanschen Diktums

Britta Guenther, Hamburg / Marcus Coelen, Paris/München

 Ausgehend von den rezenten Veröffentlichungen der Kommentierung durch Barbara Cassin und Alain Badiou sowie einer polemischen Reflexion von Jean-Luc Nancy möchten wir einigen der Schicksale nachgehen, die einem viel zitierten Wort von Jacques Lacan eigen sind, sein könnten – oder nicht. (B. Cassin / A. Badiou, Es gibt keinen Geschlechtsverkehr. Zwei Lacanlektüren, und J.-L. Nancy, Es gibt – Geschlechtsverkehr, beide übersetzt von J. Kasper, Zürich/Berlin, diaphanes, 2012.)

Vortrag: Freitag, 21. Februar 2014, 20.30-22.00 Uhr

Seminar: Samstag, 22. Februar 2014, 13.00-17.00 Uhr

Zentrum Karl der Große, Kirchgasse 14, 8001 Zürich

Kosten:

Vortrag: SFr. 40.- für Nichtmitglieder, 30.- für Mitglieder und 20.- für Studierende

Seminar: SFr. 80.- für Nichtmitglieder, 60.- für Mitglieder und 40.- für Studierende

Beide Veranstaltungen: SFr. 100.- für Nichtmitglieder, 80.- für Mitglieder und 50.- für Studierende

Anmeldung: bg@pli-selon-pli.net / mc@pli-selon-pli.net

>> Ausführlichen Text runterladen:Vortrag_und_Seminar_Zürich.pdf

Psychoanalytischer Salon Berlin, 24. Februar 2014

"Helena in jedem Weibe." Deckerinnerungen sprachlichen Entgegenkommens

Marcus Coelen (Paris/Berlin)

Das Bild eines gedeckten Tisches, auf dem eine Schüssel mit Eis stehe, habe sich, so Henri 1897, so Freud 1899, einem Professor der Philologie als erste Erinnerung bewahrt, diesen aber vor der bewussten Erinnerung an den Tod der Großmutter - für Freud habe er es eher gebildet, und es bildet ihm selbst das erste Beispiel für "Deckerinnerungen" im Text über eben diese. Nur unter Wahrung größter Unvorsichtigkeit gegenüber dem, was unter einem Gedächtnis vorgestellt sein will, lassen sich diese als das lesen, was sie ihrem Namen nach sein sollen: eindringliche Stofflichkeit im Gewande eines Mechanismus. Wenn bloßes Nebeneinanderstehen oder -liegen - "Kontiguitätsassoziation" - erlaubt, dass das, was bloß neben Gold gelegen hat, zu solchem wird, wie Freud im selben Text bildert, lässt sich fragen, wie jene Schüssel mit Eis in der Nähe einer Philologie zu stehen komme und was dies glauben machen kann.


Beginn: 20:15 Uhr
Ort: Antiquariat FUNDUS, Knesebeckstraße 20 (Nähe Savignyplatz), 10623 Berlin
Unkostenbeitrag 5.- EUR

>> Ausführlichen Text runterladen:Vortrag_und_Seminar_Zürich.pdf